August 2025 – Skandal in der Klimapolitik:
Zweifel an wissenschaftlicher Studie und ihre weitreichenden Folgen
Eine entlarvte Katastrophenprognose
Ein kürzlich aufgedeckter Skandal in der Klimapolitik sorgt für Aufsehen: Eine wissenschaftliche Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, steht massiv in der Kritik. Diese Studie diente unter anderem als Grundlage für Klima- und Finanzpolitik und prognostizierte wirtschaftliche Schäden in gigantischen Ausmaßen. So wurde beispielsweise behauptet, dass die Klimakrise jährlich 38 Billionen Dollar kosten könnte – selbst bei einer Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius. Doch nun stellt sich heraus, dass die Zuverlässigkeit der Daten und Methodik dieser Studie fragwürdig ist. Bereits seit dem 6. November 2024 ist ein offizieller Warnhinweis von Nature zu finden, der auf diese Mängel hinweist.Trotzdem basieren zentrale politische und wirtschaftliche Entscheidungen weiterhin auf dieser fehlerhaften Studie. Dies wirft grundlegende Fragen zur Integrität der Wissenschaft sowie zu den Auswirkungen auf die Gesellschaft und Wirtschaft auf.
Kritische Gutachten und methodische Schwächen
Die Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung wurde von mehreren Gutachtern überprüft, deren Kritikpunkte alarmierend sind. Ein Gutachter äußerte „große Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und Qualität der empirischen klimawirtschaftlichen Reaktionsfunktionen“. Er stellte klar, dass die Modelle der Autoren nicht empirisch validiert wurden und somit keine belastbare Grundlage bieten. Ein anderer Gutachter kritisierte übertriebene Darstellungen und methodische Annahmen, die nicht ausreichend begründet sind, und bezeichnete zentrale Aussagen der Studie als „schlichtweg falsch“. Besonders problematisch: Die Ergebnisse wurden durch fehlerhafte Datensätze aus Usbekistan erheblich verzerrt. Diese Daten führten dazu, dass die geschätzten Schäden dreimal höher ausfielen als in vergleichbaren Studien. Selbst als diese Fehler bekannt wurden, änderten die Autoren ihre Modelle so ab, dass die ursprünglichen, dramatischen Resultate weiterhin bestätigt wurden.
Auswirkungen auf Finanz- und Klimapolitik
Die fehlerhafte Studie hat weitreichende Konsequenzen, insbesondere für die Finanzwelt. Das sogenannte Network for Greening the Financial System (NGFS) – ein Zusammenschluss von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden – nutzt diese Studie, um grüne Finanzierungsrichtlinien zu etablieren. Banken, die nicht ausreichend „grüne“ Projekte finanzieren, drohen Strafzahlungen von bis zu 5 % ihres Eigenkapitals. Für Verbraucher bedeutet dies, dass beispielsweise Kredite für Diesel-Fahrzeuge oder Gasheizungen erschwert werden, während grüne Alternativen bevorzugt werden. Es zeigt sich, dass diese Regelungen auf einer wissenschaftlich nicht belastbaren Grundlage beruhen. Die Studie wurde von NGOs und anderen Interessengruppen finanziert, die von solchen politischen Maßnahmen profitieren. Kritiker sprechen hier von einem Zusammenspiel aus zweifelhafter Wissenschaft und grün-ideologischer Einflussnahme, die den demokratischen Prozess und die Entscheidungsfreiheit von Wirtschaft und Verbrauchern einschränkt.
Wissenschaft und Vertrauen: Ein beschädigtes Bild
Die Enthüllungen werfen ein beunruhigendes Licht auf den Zustand der Wissenschaft. Die Tatsache, dass eine derart fehlerhafte Studie in einer angesehenen Fachzeitschrift wie Nature veröffentlicht wurde, erschüttert das Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess. Es stellt sich die Frage, ob finanzielle Interessen und ideologische Ziele mittlerweile Vorrang vor objektiver Forschung haben. Der gesamte Fall zeigt, wie eine Mischung aus wissenschaftlichen Fehlern und politischem Druck dazu führen kann, dass weitreichende Entscheidungen getroffen werden, die erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben. Der Skandal verdeutlicht zudem, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, bevor sie als Grundlage für politische Maßnahmen dienen.
Fazit: Ein Appell zur Aufklärung
Dieser Skandal sollte als Weckruf dienen, die Verlässlichkeit wissenschaftlicher Studien genauer zu prüfen und Interessenkonflikte offen zu legen. Es darf nicht sein, dass fehlerhafte Daten und übertriebene Prognosen die Grundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen bilden, die das Leben vieler Menschen beeinflussen. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, über solche Vorgänge informiert zu werden, und es bedarf einer transparenten Diskussion darüber, wie Wissenschaft und Politik zusammenarbeiten sollten, um tatsächlich nachhaltige und fundierte Lösungen zu finden.
Studie von Mitarbeitern des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK):
Das wirtschaftliche Engagement im Kampf gegen den Klimawandel
Die Studie mit dem Titel „The economic commitment of climate change“ wurde am 17. April 2024 veröffentlicht. Die Autoren sind Maximilian Kotz, Anders Levermann und Leonie Wenz, Mitarbeiter im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Studie ist in der Zeitschrift Nature, Band 628, Seiten 551–557 (2024) erschienen.
- Herausgeberhinweis: Am 6. November 2024 wurde der Hinweis hinzugefügt, dass die Zuverlässigkeit der Daten und der Methodik fraglich ist. Sobald dies geklärt ist, werden redaktionelle Maßnahmen ergriffen.
- Zugehörige Themen und Korrekturen: Es gibt zugehörige Themen, die am 13. August 2025 (siehe unten) und 6. August 2025 veröffentlicht wurden, sowie eine Autorenkorrektur vom 24. Juni 2024. Der Artikel wurde aktualisiert.
- Zusammenfassung: Die Studie prognostiziert einen Einkommensrückgang der Weltwirtschaft um 19 % in den nächsten 26 Jahren (gegenüber einem Basisszenario ohne Klimaauswirkungen), unabhängig von zukünftigen Emissionsentscheidungen. Diese Schäden übersteigen die Kosten zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 °C bereits um das Sechsfache. Die Schäden entstehen hauptsächlich durch Änderungen der Durchschnittstemperatur, aber weitere Klimakomponenten erhöhen die Schätzungen um etwa 50 %. Verluste werden für alle Regionen außer sehr hohen Breitengraden prognostiziert, wobei die größten Verluste in niedrigeren Breitengraden mit geringeren historischen Emissionen und niedrigerem Einkommen erwartet werden.
Kritik an der Studie
Datenanomalien und die wirtschaftliche Belastung durch den Klimawandel
In dem Artikel mit dem Titel „Data anomalies and the economic commitment of climate change“ wird eine Analyse von Kotz, Levermann und Wenz (KLW) diskutiert, die besagt, dass das globale BIP bis 2100 unter einem Szenario mit hohen Emissionen um etwa 62 % sinken würde. Die Autoren des vorliegenden Dokuments weisen jedoch darauf hin, dass diese Schätzung durch Datenanomalien aus Usbekistan verzerrt ist. Sie argumentieren, dass KLW die statistische Unsicherheit unterschätzt und dass zusätzliche Bedenken hinsichtlich der Datenqualität bestehen. Wenn die Daten aus Usbekistan entfernt und die statistische Unsicherheit korrigiert werden, stimmt die Schätzung von KLW mit früheren Studien überein und ihre Ergebnisse sind statistisch nicht mehr von den Minderungskosten zu unterscheiden. Die Autoren des vorliegenden Artikels sind Tom Bearpark (Princeton University), Dylan Hogan (Columbia University) und Solomon Hsiang (Stanford University). Der Artikel wurde am 6. August 2025 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Räumliche Korrelation in der ökonomischen Analyse des Klimawandels
Der Artikel „Spatial correlation in economic analysis of climate change“ von Christof Schötz (Technische Universität München), veröffentlicht am 13. August 2025 in Nature, kritisiert eine frühere Studie von Kotz, Levermann und Wenz (KLW) aus dem Jahr 2024. Schötz argumentiert, dass die Analyse von KLW die Unsicherheit unterschätzt, die durch nicht berücksichtigte räumliche Korrelationen auf subnationaler Ebene entsteht. Demnach wären die Ergebnisse von KLW nach entsprechender Korrektur statistisch nicht signifikant und die Studie liefere daher keine robusten empirischen Beweise für eine fundierte Klimapolitik.
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Auszug: Die zentrale Figur und der intellektuelle Motor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist dessen Direktor, Prof. Dr. Ottmar Edenhofer. Er ist nicht nur Leiter des MCC, sondern seit 2018 auch Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)…
Titelbild: symbolisch – freepik.com AI generated