Kein Wind
Wind Stilling –
was bedeutet das für Deutschland und Norddeutschland?
Der Begriff Wind Stilling beschreibt eine mögliche Abschwächung der Windgeschwindigkeiten infolge des Klimawandels. Aktuelle Studien – unter anderem von Gan Zhang – zeigen, dass insbesondere sommerliche Windflauten in den nördlichen Mittelbreiten zunehmen könnten. Für Europa ist dabei weniger die Jahresmenge entscheidend als die zeitliche Verfügbarkeit von Windstrom.
Für Deutschland und Norddeutschland ergibt sich daraus eine zentrale Systemfrage: Wie robust ist ein Energiesystem, das stark auf Windkraft setzt, wenn sich Hochdrucklagen häufen und länger anhalten? Schon heute zeigen windschwache Phasen, dass geringe Änderungen bei der Windgeschwindigkeit erhebliche Auswirkungen auf Strompreise, Reservebedarf und den Einsatz fossiler Kraftwerke haben können.
Dabei geht es nicht um eine grundsätzliche Infragestellung der Windenergie, sondern um Planungsrealismus. Klimamodelle, historische Beobachtungen und Energiesystemanalysen weisen darauf hin, dass Wetter- und Klimarisiken stärker berücksichtigt werden müssen – insbesondere im Zusammenspiel mit steigender Stromnachfrage, Netzausbau und Speicherbedarf.
Die überarbeitete Themenseite Wind Stilling ordnet den aktuellen Forschungsstand ein, benennt Unsicherheiten und zeigt, warum dieses Thema für die Energiewende relevant ist – gerade auch im Norden Deutschlands.
Zur Hintergrundseite – Einordnung, Forschung und Bedeutung:
Titelbild: freepik.com – symbolisch für Wind Stilling.

