Windkraft: Video 2 von Prof. Schulte
Windkraft im Wald: Entwaldung und Doppelmoral
Mit Teil 2 der Videoserie „Windkraft im Wald“ widmet sich Andreas Schulte dem Thema Entwaldung durch Windenergieanlagen in deutschen Wäldern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie reale Waldverluste sprachlich, rechtlich und statistisch relativiert oder ausgeblendet werden.
Ausgangspunkt ist die seit 2023 geltende EU-Entwaldungsverordnung, die strenge Sorgfaltspflichten für Unternehmen vorsieht und den Handel mit Produkten aus nach 2020 gerodeten Waldflächen untersagt. Diese Regelung gilt auch für die Forstwirtschaft in Deutschland – nicht jedoch für Waldrodungen im Zusammenhang mit dem Bau von Windenergieanlagen, die weiterhin genehmigt und zugleich finanziell gefördert werden.
Umfang und Wirkung der Eingriffe
Anhand von Daten der Fachagentur Wind und Solar zeigt das Video, dass sich bereits mehrere tausend Windenergieanlagen in deutschen Wäldern befinden. Der damit verbundene Beitrag zur globalen CO2-Reduktion wird ins Verhältnis gesetzt zu den dauerhaften Eingriffen in Waldökosysteme, insbesondere durch Rodungen, Fundamentbau und den Ausbau breiter Zuwegungen.
Ein zentrales Thema ist die Begriffswahl: Statt von Entwaldung oder Rodung ist häufig von „temporärer“ oder „dauerhafter Nutzung“ die Rede. Das Video stellt diese Begriffe der tatsächlichen Situation vor Ort gegenüber und verweist auf Bodenverdichtung, veränderten Wasserhaushalt und den langfristigen Verlust ökologischer Funktionen.
Flächenangaben und Transparenz
Kritisch hinterfragt werden außerdem die häufig genannten Flächenzahlen pro Windenergieanlage, die laut Video vielfach auf Selbstauskünften von Projektentwicklern beruhen. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, dass die real beanspruchten Flächen – einschließlich Straßen, Böschungen und Randzonen – deutlich größer ausfallen können als öffentlich kommuniziert.
Fazit
Das Video kommt zu dem Schluss, dass Windkraft im Wald deutlich stärkere Eingriffe verursacht, als dies in öffentlichen Darstellungen häufig vermittelt wird. Es fordert eine nüchterne, überprüfbare Betrachtung der tatsächlichen Auswirkungen sowie eine konsequente Anwendung von Wald- und Naturschutzmaßstäben – auch im Kontext der Energiewende.
YouTube-Kanal CumTempore
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Bilder: Screenshot aus Videos.

