Windkraft: Video 5 von Prof. Schulte
Windkraft im Wald: Natur- und Artenschutz
In Teil 5 der Videoserie „Windkraft im Wald“ analysiert Andreas Schulte die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Natur, Artenvielfalt und Böden. Zentrale These des Videos ist, dass Wald nicht nur als Fläche, sondern als komplexer Lebensraum betrachtet werden muss – vom Boden bis in große Höhen über den Baumkronen hinaus.
Waldboden als Lebensraum
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung des Waldbodens als eigenständiges Ökosystem. In ihm leben Milliarden von Organismen – darunter Bakterien, Pilze, Bärtierchen, Fadenwürmer, Rädertierchen, Pseudoskorpione, Asseln, Tausendfüßer, Regenwürmer sowie größere Tiere wie der Maulwurf.
Diese Lebensgemeinschaft ist entscheidend für Bodenfruchtbarkeit, Wasserhaushalt und Trinkwasserqualität. Das Video zeigt, dass durch Bauarbeiten, Verdichtung und Flächenumwandlung sowohl im Wald als auch auf landwirtschaftlichen Flächen langfristige Schäden entstehen können, die sich nur sehr langsam regenerieren.
Fledermäuse und Insekten
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Fledermäusen, die als streng geschützte Arten eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Zu den genannten Arten gehören u. a.: Großer Abendsegler, Bechsteinfledermaus, Braunes Langohr und Großes Mausohr.
Fledermäuse ernähren sich von großen Mengen an Insekten – darunter Mücken, Käfer, Schmetterlinge sowie forst- und landwirtschaftlich relevante Arten wie der Borkenkäfer und der Kiefernspanner.
Das Video verweist auf wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Windenergieanlagen sowohl durch direkte Kollisionen als auch durch Druckunterschiede (Barotrauma) zu erheblichen Verlusten führen können. Gleichzeitig wird eine verringerte Aktivität von Fledermäusen im Umfeld von Anlagen beschrieben, was Auswirkungen auf die natürliche Regulierung von Insektenbeständen haben kann – auch auf angrenzenden Agrarflächen.
Weitere betroffene Arten
Neben Fledermäusen werden auch andere Tierarten genannt, die durch Windenergieanlagen im Wald beeinflusst werden können, darunter:
- Greifvögel wie der Rotmilan, der Schreiadler und der Mäusebussard
- Waldarten wie der Schwarzstorch, die Waldschnepfe sowie das Auerhuhn
- Säugetiere wie die Europäische Wildkatze, deren Lebensräume durch Infrastruktur und Anlagen fragmentiert werden können
Fazit
Teil 5 verdeutlicht, dass die Auswirkungen von Windenergieanlagen über die direkte Flächeninanspruchnahme hinausgehen. Waldboden, Luftraum und ökologische Wechselwirkungen bilden ein zusammenhängendes System, das auch in Genehmigungs- und Bewertungsverfahren umfassend berücksichtigt werden muss.
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Bilder: Screenshot aus Videos.

