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NDR und die Erneuerbaren

NDR Hamburg Rothenbaumchaussee

Windkraft mit Rückenwind:
Wie der NDR Kritik an den Rand drängt

Der NDR präsentiert sich beim Thema Windenergie zunehmend weniger als kritischer Beobachter, sondern eher als begleitender Verstärker der politischen Ausbauagenda. Das zeigt die aktuelle Podcast-Sendung „Strom aus Wind – Die Zukunft der Windturbinen im Norden“ besonders deutlich: Fast ausschließlich Vertreter der Windbranche, Behörden und energiewendefreundliche Stimmen kommen zu Wort – kritische Bürger, unabhängige Fachleute oder betroffene Anwohner dagegen nicht.

Was als sachliche Einordnung verkauft wird, wirkt bei näherem Hinsehen wie ein journalistisch sauber verpacktes Framing: Hohe Energiepreise, Nahost-Konflikt und Klimaziele dienen als argumentative Kulisse, um den weiteren Ausbau der Windenergie als alternativlos erscheinen zu lassen. Zielkonflikte – Natur- und Artenschutz, Landschaftsbild, Akzeptanz, Versorgungssicherheit, Netzkosten – werden zwar erwähnt, aber nicht ernsthaft als gleichwertige Perspektiven behandelt.

Gerade für einen öffentlich-rechtlichen Sender ist das problematisch. Denn seine Aufgabe ist nicht, politische Zielbilder kommunikativ zu flankieren, sondern Widersprüche offenzulegen, Interessen transparent zu machen und echte Debattenräume zu öffnen.

Wer spricht – und wer fehlt?

Auffällig ist vor allem die Auswahl der Stimmen. Mit Alterric ist ein großer Betreiber vertreten, mit dem Bundesverband WindEnergie (BWE) ein klassischer Branchenverband. Beide stehen naturgemäß für Ausbau, Beschleunigung und bessere Rahmenbedingungen. Dass der BWE Interessenpolitik für die Windbranche betreibt, ist kein Vorwurf, sondern sein Zweck. Problematisch wird es erst dann, wenn solche Stimmen in einem öffentlich-rechtlichen Format weitgehend ohne echte Gegenpositionen auftreten.

Die zentrale Unschärfe: Strom ist nicht gleich Energie

Besonders irreführend wird die Debatte immer dann, wenn hohe Anteile erneuerbarer Stromerzeugung so klingen, als sei damit die Energieversorgung insgesamt schon weitgehend umgebaut. Genau hier lohnt ein nüchterner Blick. Das Umweltbundesamt weist für 2025 einen Anteil erneuerbarer Energien von 55,1 Prozent im Stromsektor aus. Gleichzeitig lag der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Primärenergieverbrauch 2025 laut AG Energiebilanzen nur bei rund 20,6 Prozent. Die WirtschaftsWoche hat diesen Unterschied in einer Leserfrage treffend erklärt: Die oft genannten hohen Werte beziehen sich meist auf Strom, nicht auf Wärme, Verkehr und das Energiesystem insgesamt.

Gerade deshalb greift die mediale Erzählung vom nahezu vollständigen grünen Stromsystem oft zu kurz. Sie arbeitet mit einem Ausschnitt der Wirklichkeit und lässt den Rest im Schatten. Wer aus 55 Prozent Ökostrom indirekt eine weit fortgeschrittene Gesamttransformation ableitet, produziert ein politisch nützliches, aber analytisch schiefes Bild.

Das windschwache Jahr 2025 passt nicht zur Fortschritts­erzählung

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der in euphorischen Darstellungen meist unterbelichtet bleibt: 2025 war ein windschwaches Jahr. Das Umweltbundesamt hält fest, dass die Stromerzeugung aus Windenergie wegen ungünstiger Witterung zurückging; sie lag bei 133,9 Milliarden Kilowattstunden nach 139,8 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024. Auch im ersten Halbjahr 2025 war die Windstromerzeugung laut UBA wegen schwacher Windverhältnisse deutlich rückläufig.

Das ist keine Randnotiz, sondern berührt den Kern jeder Debatte über Versorgungssicherheit, Netzausbau und Reservekapazitäten. Wenn Medien die Windkraft fast ausschließlich als Erfolgsgeschichte erzählen, ohne ihre meteorologische Abhängigkeit und ihre Systemkosten in gleicher Schärfe darzustellen, wird aus Information schnell einseitige Rahmung.

Negative Strompreise sind kein Beweis für Systemreife

Ähnlich verhält es sich mit der zweiten NDR-Veröffentlichung vom 11. April 2026 über „billigen Strom aus Erneuerbaren“. Solche Beiträge heben gern hervor, dass Wind und Sonne an einzelnen Tagen rechnerisch fast den gesamten Bedarf decken konnten. Das stimmt für bestimmte Stunden. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Negative Börsenpreise und hohe Einspeisung belegen nicht automatisch die Überlegenheit des Systems, sondern oft auch dessen strukturelle Schwächen: unzureichende Netze, fehlende Speicher, Abregelung und hohe Redispatch-Kosten.

Tatsächlich wurden 2024 nach Angaben der Bundesnetzagentur beziehungsweise auf Basis veröffentlichter Marktdaten rund 3,5 Prozent der erneuerbaren Stromerzeugung abgeregelt. SMARD meldete für 2025 weiterhin erhebliche Redispatch-Mengen, darunter über 3.200 GWh abgeregelte Onshore-Windenergie und mehr als 3.300 GWh Offshore-Windenergie. Das zeigt: Das Problem ist nicht, dass erneuerbare Anlagen nichts leisten. Das Problem ist, dass ein wachsender Teil ihrer Leistung zeitweise gar nicht systemgerecht genutzt werden kann.

Wer dann aus negativen Preisen eine einfache Botschaft wie „Erneuerbare machen Strom billig“ ableitet, unterschlägt den Zusammenhang. Billig in einzelnen Stunden heißt nicht automatisch effizient im Gesamtsystem. Es kann genauso gut bedeuten, dass Erzeugung und Infrastruktur auseinanderlaufen.

Auch der Rückgriff auf wissenschaftliche Autorität sollte genauer betrachtet werden. Das Fraunhofer ISE ist ohne Zweifel ein wichtiges Forschungsinstitut. Zugleich ist die Fraunhofer-Gesellschaft im Lobbyregister des Bundestags eingetragen, und das ISE arbeitet in großen politiknahen Energiewende-Projekten wie Ariadne mit. Das macht die Forschung nicht wertlos, widerlegt aber die oft mitschwingende Vorstellung völliger politischer Unberührtheit. Wer solche Quellen nutzt, sollte ihre institutionelle Einbindung wenigstens transparent machen. Hinzu kommt, dass enervis als energiewirtschaftliche Beratung seit Jahren eng im Umfeld des Bundesverbandes WindEnergie (BWE ) sichtbar ist, etwa über Studienbezüge und Referententätigkeiten im BWE-Kontext.

Nahost und Spritpreise als publizistische Verstärker

Bemerkenswert ist auch, wie in beiden NDR-Stücken geopolitische Krisen und hohe Kraftstoffpreise argumentativ eingesetzt werden. Der Nahostkonflikt, hohe Dieselpreise und die Angst vor neuer fossiler Abhängigkeit werden als zusätzliche Legitimation für den beschleunigten Ausbau der Windenergie herangezogen. Das wirkt eingängig, vermischt aber verschiedene Ebenen. Hohe Spritpreise betreffen vor allem den Verkehrssektor, in dem erneuerbare Energien 2025 laut Umweltbundesamt erst auf rund 8 Prozent kamen. Auch das zeigt: Die Stromdebatte wird oft symbolisch überdehnt und dann als Antwort auf Probleme präsentiert, die in Wahrheit aus anderen Sektoren stammen.

Medienwandel: Kritik wird nicht widerlegt, sondern verdrängt

Genau hier schließt sich der größere Bogen zur eigenen Dokumentation auf unserer Website (siehe Windenergie und Medien). Früher wurde über Windenergie offener gestritten: über Natur- und Artenschutz, über wirtschaftliche Interessen, über Eingriffe in Landschaften und über die Frage, wem die Energiewende eigentlich nutzt. Heute verschwinden diese Perspektiven nicht, weil sie sachlich erledigt wären, sondern weil sie in vielen Medienformaten kaum noch gleichgewichtig vorkommen.

Der NDR-Podcast ist dafür ein anschauliches Beispiel. Kritik wird nicht frontal diskutiert, sondern in einen Rahmen eingebettet, in dem die Ausbauperspektive von vornherein vernünftig, modern und zukunftsorientiert wirkt, während Bedenken eher als Verzögerung, Mangel oder Restproblem erscheinen. Das ist keine offene Debatte mehr, sondern ein Framing, das der Windbranche, den zuständigen Behörden und Teilen der politischen Energiewende-Kommunikation entgegenkommt.

Fazit

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte nicht Sprachrohr von Brancheninteressen sein – auch dann nicht, wenn diese Interessen politisch gerade Rückenwind haben. Wer fast nur Profiteure, Verbandsvertreter, behördennahe Stimmen und transformativ eingebundene Experten zu Wort kommen lässt, erzeugt kein vollständiges Bild. Er erzeugt Zustimmung.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Windenergie gebraucht wird. Die entscheidende Frage lautet, ob ihre tatsächlichen Konflikte, Grenzen und Kosten noch mit derselben Ernsthaftigkeit dargestellt werden wie ihre politischen Ziele. Wenn diese Balance verloren geht, verändert sich nicht nur die Berichterstattung. Dann verändert sich auch der demokratische Raum, in dem Bürger überhaupt noch widersprechen können.

Hafenkonzert: Strom aus Wind NDR: Billiger Strom

Kritik an der Windenergie – eine Einordnung zur medialen Entwicklung

Windenergie und Medien

Titelbild: Wolfgang Meinhart – Funkhaus des NDR in Hamburg (Ausschnitt) – GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Schlagworte: #Netzkapazität#Stromnetz#Energiepolitik#Stromkosten#EEG#Versorgungssicherheit#Subventionen#Windenergie#Energiekosten

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