Minister Meyer und der Atomstrom
Importiert Niedersachsen Atomstrom – oder nicht?
In der 81. Sitzung des Niedersächsischen Landtags am 17. Dezember 2025 standen die Haushaltsberatungen für Umwelt, Energie und Klimaschutz im Mittelpunkt. Die Rede von Christian Meyer, Umweltminister des Landes Niedersachsen, löste dabei eine kontroverse Debatte aus – insbesondere zu der Frage, ob und in welchem Umfang Atomstrom nach Deutschland und konkret nach Niedersachsen importiert wird.
In einem Video kommentierte Stefan Spiegelsperger die Rede des Ministers scharf und warf ihm fachliche Fehler, unzutreffende Aussagen zur Stromversorgung sowie eine ideologisch geprägte Darstellung der Energiewirklichkeit vor. Anlass dafür waren unter anderem Aussagen des Ministers zur angeblich vollständig erneuerbaren Stromversorgung Niedersachsens, zu Dunkelflauten, Speichern und zu fehlenden Atomstromimporten aus Frankreich.
Zusätzlich meldete sich der AfD-Abgeordnete Klaus Wichmann zu Wort und konfrontierte den Minister mit Zahlen der Bundesnetzagentur zu steigenden Atomstromimporten auf Bundesebene – was zu einem weiteren Schlagabtausch im Parlament führte.
Der folgende Beitrag ordnet die Aussagen und Reaktionen ein. Ziel ist es nicht, die polemische Zuspitzung des Videos zu reproduzieren, sondern die zugrunde liegenden Sachfragen verständlich darzustellen: Wie sind Aussagen zu Stromimporten korrekt einzuordnen? Welche Rolle spielen Bundesländer, Regelzonen und europäische Netze? Und an welchen Stellen vermischen sich politische Rhetorik, technische Realität und mediale Interpretation?
Analyse der Aussagen von Stefan Spiegelsperger
Der Videokommentar von Stefan Spiegelsperger kritisiert die Aussagen von Umweltminister Christian Meyer zur Stromversorgung in Niedersachsen deutlich und zugespitzt. Kern der Kritik ist der Hinweis, dass bilanzielle Jahreswerte zur erneuerbaren Stromerzeugung keine Aussage über die Versorgungssicherheit zu einzelnen Zeitpunkten erlauben.
Sachlich ist dieser Einwand nachvollziehbar. Gleichzeitig werden im Video politische Aussagen auf Landesebene als technische Fehler gewertet, ohne zwischen bilanzieller Betrachtung, Netzbetrieb und europäischem Verbundsystem zu unterscheiden. Dadurch geht ein Teil der notwendigen Differenzierung verloren.
Atomstromimporte und Regelzonen: Wie der Strom tatsächlich fließt
Stromimporte erfolgen für das gesamte deutsche Netz, nicht für einzelne Bundesländer. Deutschland ist eine einheitliche Stromhandelszone und Teil des europäischen Verbundnetzes. Aussagen über „Atomstromimporte nach Niedersachsen“ sind daher politisch-bilanziell zu verstehen, nicht als Beschreibung des tatsächlichen Stromflusses.
Fazit: Mehr Klarheit statt Schlagabtausch
Die Debatte zeigt vor allem ein Kommunikationsproblem. Politische Zielbeschreibungen, technische Netzrealität und mediale Zuspitzung werden häufig vermischt. Für eine sachliche Diskussion über Versorgungssicherheit und weiteren Windkraftausbau braucht es klare Begriffe, transparente Einordnung und weniger Polarisierung.
Hinweis zur Erstellung des Beitrags: Der Text basiert auf einer KI-gestützten Analyse (ChatGPT) sowie ergänzenden Recherchen über browserbasierte Suchfunktionen. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion.
Redebeiträge als Audio
Umweltminister
Christian Meyer (Grüne):
kein Atomstrom.
Abgeordneter und Fraktions vorsitzender der AfD Klaus Wichmann: Bundesnetzagentur.
Minister Meyer antwortet dem Abgeordneten Wichmann:
102 % erneuerbarer Strom.
Hinweis: Redebeiträge aus Plenarsitzungen des Niedersächsischen Landtags werden auszugsweise gemäß § 51 UrhG (Zitatrecht) verwendet. Quelle: Niedersächsischer Landtag.
102 % erneuerbarer Strom – warum dann weitere Windräder?
Wenn Niedersachsen nach eigenen Angaben bereits rechnerisch mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als im Land verbraucht wird, stellt sich eine naheliegende Frage: Warum sollen dennoch weitere Windkraftanlagen errichtet werden? Bereits frühere Beiträge haben auf diesen Widerspruch hingewiesen – insbesondere mit Blick auf Netzengpässe, Abschaltungen („Abregelung“) und die fehlende zeitgleiche Nutzung des erzeugten Stroms.
Plenar-TV – Landtag Niedersachsen
Redebeiträge als Video: Tab 81. Sitzung am 17.12.25 wählen, dann bei Top 34 – Haushaltsberatungen 2026 – Haushaltsschwerpunkt: Umwelt, Energie und Klimaschutz auf mehr klicken…
Video von Stefan Spiegelperger
Titelbild: Kernkraftwerk Saint-Laurent, Frankreich – symbolisch. Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.

