Windkraft: Video 4 von Prof. Schulte
Windkraft im Wald: Kontamination und Rückbau
In Teil 04 der Videoserie „Windkraft im Wald“ untersucht Andreas Schulte mögliche Umweltgefahren beim Betrieb und Rückbau von Windenergieanlagen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob von Windparks im Wald Risiken für Waldböden und Trinkwasserschutzgebiete ausgehen.
Betrieb: Öle, Chemikalien und Erosion
Das Video thematisiert zunächst den Einsatz großer Mengen von Getriebe- und Hydraulikölen in den Anlagen. Pro Windrad werden mehrere hundert bis über tausend Liter Mineralöle verwendet. Diskutiert wird das potenzielle Risiko von Leckagen, Bränden oder Wartungsarbeiten – insbesondere in sensiblen Wasserschutzgebieten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rotorblatterosion. Dabei können Abriebpartikel entstehen, die unter anderem PFAS („Ewigkeitschemikalien“) oder andere chemische Bestandteile enthalten. Laut Video fehlen bislang systematische Langzeituntersuchungen zu möglichen Einträgen in Böden und Gewässer.
Rückbau und Recycling
Abschließend widmet sich Teil 04 dem Rückbau alter Anlagen. Zwar besteht grundsätzlich eine Rückbauverpflichtung, die konkrete Umsetzung – insbesondere bei Fundamenten und Zuwegungen – ist jedoch nicht bundeseinheitlich geregelt.
Beim Recycling zeigt sich laut Video vor allem bei den Rotorblättern ein ungelöstes Problem: Verbundmaterialien aus Glas- oder Carbonfasern und Kunstharzen sind nur eingeschränkt wiederverwertbar. In der Praxis erfolgt häufig eine thermische Verwertung oder Entsorgung.
Fazit
Teil 04 macht deutlich, dass neben Bau- und Rohstofffragen auch Betrieb, Abrieb und Entsorgung in die Bewertung von Windkraft im Wald einbezogen werden müssen. Das Video plädiert für mehr Transparenz, belastbare Daten und eine umfassende Betrachtung möglicher Umweltwirkungen.
YouTube-Kanal CumTempore
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Bilder: Screenshot aus Videos.

