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Kein Windpark am Naturschutzgebiet!
Projektentwickler Sabowind gibt auf.

In unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes Hohenstein sollte ein Windpark mit zehn Windenergieanlagen (WEA) entstehen. Das Naturschutzgebiet umfasst Teile des Süntels mit markanten Felsformationen und überwiegend naturnahen Wäldern. Besonders der Hohenstein mit seinen bis zu 50 m hohen Wänden prägt das Landschaftsbild. Das Gebiet bietet einzigartige Lebensräume für wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten der Felsspalten und Felsklüfte. Uhus und andere Großvögel brüten hier, Fledermausarten finden Sommerlebensräume, Jagdreviere und Winterquartiere. Das empfindliche Gefüge dieses einzigartigen Ökosystems würde durch die großflächige Veränderung des Landschaftsbildes in Mitleidenschaft gezogen.

Politische Beratung verzögerte sich
Die politischen Beratungen der Gemeinde Auetal zum geplanten Windpark in Hattendorf verzögerten sich. — Der Landkreis sieht eine 10,5 Hektar große Vorrangfläche für drei Windkraftanlagen vor. Der Projektentwickler Sabowind hatte deutlich größer geplant, jedoch bislang keine Bauleitplanung eingeleitet. — Trotz Verzögerung entsteht durch das Raumordnungsprogramm automatisch Baurecht auf der ausgewiesenen Fläche. Die Gemeinde prüft eine mögliche Erweiterung aus finanziellen Gründen. Das Genehmigungsverfahren erfordert zahlreiche Gutachten. — Kommunen können über die Bauleitplanung weiter Einfluss nehmen.
Fachbehörde sieht keine Gefahr durch nahen Steinbruch
Die Fachbehörde bezieht sich auf Aussagen, wenn es sich um normale Bodenverhältnisse handelt. Im Bereich südlich von Hattendorf besteht der Untergrund aus Korallenoolith-Kalkstein. Auch in der Ortslage belegen verschiedene Baumaßnahmen die geringe Tiefenlage des Festgesteins. Hier gelten andere seismische Einwirkungen:
Eine Investition von mehr als 140 Millionen Euro!
Geschätzte Gesamtkosten für zehn Turbinen, Transport- und Logistik, Fundamente und Installation. Zusätzliche Kosten für Projektentwicklung, Genehmigungen, Versicherungen, Netzanbindung und Pacht für Grundstücke.
Potenzialflächen für Windenergie in Hattendorf
Im Gebiet Auetal-Hattendorf wurde ein Potenzialflächenkomplex (PFK) zur Windenergienutzung ausgewiesen. Dieser Komplex liegt etwa 900 Meter südlich von Hattendorf und 900 Meter westlich von Raden, direkt an der Grenze zum Landkreis Hameln-Pyrmont. Er besteht aus zwei Teilflächen mit einer Gesamtgröße von 10,5 Hektar. Die Eignung dieser Flächen für Windenergie wurde bereits im Hinblick auf Aspekte wie Wohnnutzung, Naturschutz und Landschaftsbild geprüft. Eine gegliederte Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:
Windenergie in der Nähe von Schutzgebieten
Der Potenzialflächenkomplex (PFK) zur Windenergienutzung südlich von Hattendorf liegt in unmittelbarer Nähe sensibler Trinkwasserschutzgebiete. Die geologische Struktur des Wesergebirges, klüftige Kalk- und Mergelschichten sowie die Grundwasserneubildung im Auetal machen den Standort besonders schutzwürdig. Bauarbeiten und Fundamentgründungen für Windenergieanlagen könnten das Grundwasser beeinträchtigen.
Regionalplanung in Schaumburg
Die Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) im Landkreis Schaumburg zieht sich seit 2015 über ein Jahrzehnt hin. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Entwicklung, Landschaftsschutz und Lebensqualität. Die Regionalplanung soll die natürlichen Lebensgrundlagen sichern und den Naturschutz als verbindliches Ziel verankern, wobei in Vorranggebieten Eingriffe ausgeschlossen sind.
Fragen an Politik und Verwaltung
Der geplante Fläche für Windenergie in Hattendorf liegt in einem ökologisch sensiblen Naturraum. Die Bürgerinitiative stellt zentrale Fragen zu den Themen Artenschutz, Wasser, Landschaft und kommunale Entscheidungen. Ergänzend beleuchten wir die neuen Möglichkeiten der Gemeinden nach dem WindBG und stellen zusätzliche Fragen an Bürgermeister Lohmann.
Was nicht in der Lokalpresse steht
Wir haben die Informationsveranstaltung in Lauenau ausgewertet und ein kompaktes Dossier erstellt. Es zeigt die Punkte, die im Zeitungsbericht fehlten: die Nähe zu den Häusern, die ökologische Bedeutung des Süntel–Auetal-Korridors, Risiken für Wasser und Boden, die mögliche Erweiterung auf bis zu acht Anlagen sowie Auswirkungen auf Siedlungsentwicklung und Immobilienwerte.
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Der Naturschutz, ursprünglich motiviert durch die Wertschätzung der Natur an sich und ihre Bedeutung für das menschliche Leben, hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer globalen Herausforderung entwickelt. Nach den Zerstörungen zweier Weltkriege und der intensiven Nutzung natürlicher Ressourcen in der Nachkriegszeit wurde die Notwendigkeit eines umfassenden Naturschutzes immer dringlicher.

In der heutigen Informationsflut ist die Suche nach der Wahrheit wichtiger denn je. Das Zitat „In der Wahrheit liegt die Kraft“ fasst einen grundlegenden Aspekt des deutschen philosophischen Denkens zusammen und unterstreicht die Überzeugung, dass die Wahrheit eine mächtige und wesentliche Kraft ist. Doch was bedeutet Wahrheit in einer Zeit, in der Informationen in rasender Geschwindigkeit produziert und verbreitet werden?

















